Ich will kein Hund sein

In der Novelle „Ich will kein Hund sein“ beschließt eine Frau, sich in einen Hund verwandeln zu lassen, um als Vierbeiner von ihrem Exfreund aufgenommen zu werden – endlich wieder seine Nähe spüren, ihn uneingeschränkt und bedenkenlos lieben können. Doch die glücklichen Aussichten lassen sie so manchen unangenehmen Nebeneffekt der Verwandlung vergessen.

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Bad Regina

In »Bad Regina« entwirft David Schalko eine faszinierende Geisterwelt, in der nicht nur die Bauwerke, sondern auch die wenigen verbliebenen Bewohner wankende Ruinen der Vergangenheit sind. Ein bitterböser und gleichzeitig urkomischer Roman über ein Europa, das immer und immer wieder moralisch versagt – und über dessen Zukunft nun andere entscheiden.

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Die Rattenlinie

Eine unfassbare Geschichte über Liebe, Intrigen und Spionage rund um die berüchtigte Fluchtroute der Nazis über den Vatikan nach Argentinien: Meisterhaft erzählt von dem bekannten Menschenrechtsanwalt und Bestsellerautor Philippe Sands.Im Mittelpunkt stehen Leben, Flucht und Tod des SS-Offiziers Otto Wächter, Spross einer der angesehensten Familien Österreichs, zunächst Jurist in Wien und ab 1939 NS-Gouverneur von Krakau bzw. ab 1942 von Galizien. Nach 1945 als Massenmörder gesucht, gelingt ihm die abenteuerliche Flucht in den Vatikan unter den Schutz des Bischofs Hudal. Doch bevor er sich nach Argentinien absetzen kann, stirbt er 1949 überraschend.Jahrzehnte später begegnet Philippe Sands Ottos Sohn Horst Wächter. Es ist der Beginn einer komplexen Ermittlung.

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Hard Land

Missouri, 1985: Um vor den Problemen zu Hause zu fliehen, nimmt der fünfzehnjährige Sam einen Ferienjob in einem alten Kino an. Und einen magischen Sommer lang ist alles auf den Kopf gestellt. Er findet Freunde, verliebt sich und entdeckt die Geheimnisse seiner Heimatstadt. Zum ersten Mal ist er kein unscheinbarer Außenseiter mehr. Bis etwas passiert, das ihn zwingt, erwachsen zu werden. Eine Hommage an 80’s Coming-of-Age-Filme wie ›The Breakfast Club‹ und ›Stand By Me‹ – die Geschichte eines Sommers, den man nie mehr vergisst.

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Was wir scheinen

Im Sommer 1975 reist Hannah Arendt ein letztes Mal von New York in die Schweiz, in das Tessiner Dorf Tegna. Von dort fliegen ihre Gedanken zurück nach Berlin und Paris, New York, Israel und Rom. Und sie erinnert sich an den Eichmann-Prozess im Jahr 1961. Die Kontroverse um ihr Buch Eichmann in Jerusalem forderte einen Preis, über den sie öffentlich nie gesprochen hat. Mit profunder Kenntnis von Leben, Werk und Zeit gelingt Hildegard Keller ein intimes Porträt, ein faszinierend neues Bild einer der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts.

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Gebrauchsanweisung für Heimat

Neu-Delhi, Brazzaville, Wien oder Hanoi: Andreas Altmann hat schon die unterschiedlichsten Orte als Heimat erlebt. Radikal ehrlich und voller Poesie nähert er sich einem Begriff, der so aufgeladen wie schwer zu fassen ist. Er schildert, wo auf seinen Reisen ihm Heimatverbundenheit, Heimatfreude und Fremdheit begegneten, welche Fragen zu Herkunft und Identität er sich stellt – und wie wichtig für ihn Freundschaften, Sprache, Musik sind, um sich heimisch zu fühlen. Er erzählt von den intensivsten Momenten unterwegs und in seiner Wahlheimat Paris, in die er immer wieder zurückkehrt. Und von der Leere der Wüste, der Einsamkeit und Stille, in der er die größte Vertrautheit empfindet.

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Rückkehr in die fremde Heimat

Nur ein Teil der 440.000 vor den Nazis aus Deutschland und Österreich Geflüchteten kehrt nach 1945 zurück. Willkommen sind sie nicht immer. In diesem Buch geht es um die Rückkehr in Länder, die sich oft hartnäckig weigern, ihre jüngere Geschichte aufzuarbeiten. Es geht um Willy Brandt, Thomas Mann, Robert Stolz, Bruno Kreisky, Alma Mahler-Werfel, Bertolt Brecht und viele andere. Es ist der dritte Teil von Herbert Lackners Kulturgeschichte-Trilogie. Bereits erschienen: Als die Nacht sich senkte. Europas Dichter und Denker am Vorabend von Faschismus und NS-Barbarei und Die Flucht der Dichter und Denker. Wie Europas Künstler und Wissenschaftler den Nazis entkamen.

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Die Rhythmen und Rituale unserer Kinder

Das Kind will nichts als Nudeln essen oder auf Bildschirme schauen? Den ganzen Tag tanzen oder Rennauto spielen? André Stern ermutigt zur Gelassenheit: Die ganz eigenen Rituale und Rhythmen von Kindern sind ein bedeutsamer Ausdruck ihrer Ziele und Bedürfnisse. Sie sind Ruhepunkte, von denen aus Kinder Anlauf nehmen können für das große Abenteuer: immer wieder aufbrechen zur Entdeckung neuer Horizonte.

Auf seine unnachahmliche Art, in Text und wunderbaren Fotos, schaut André Stern genau hin: auf Trotzanfälle, ausgefallene Spiele und Gewohnheiten von Kindern. Unsere Töchter und Söhne wissen, was gut für sie ist, und alles, was sie tun, hat einen Sinn. Dieses Wissen ist jedem Kind angeboren, und wir sollten es schützen, um es nicht zu zerstören. Wenn der 7-Jährige wunderbar singen, aber noch nicht gut rechnen kann, dann können wir uns bewusst machen, dass er im eigenen Tempo, im eigenen Rhythmus lernt. Und die 3-Jährige, die immerzu denselben Pulli tragen will, ist nicht stur, sondern folgt ihrem eigenen Ritual. Hören wir auf, unsere Kinder in Muster zu pressen, und lassen wir uns stattdessen von André Sterns Faszination für ihren »eigenen Kopf« anstecken.

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Noch mehr Gärten des Grauens

Mit Gärten des Grauens gelang Ulf Soltau nicht nur ein Bestseller, sein Buch sorgte auch für große mediale Aufmerksamkeit. Es bewirkte handfeste Änderungen in den Bauordnungen vieler Gemeinden im deutschsprachigen Raum. Ein wichtiges Zeichen in Zeiten von Flächenversiegelung und Artenvernichtung. Auch in seinem zweiten Buch hat Soltau die pittoreskesten Grausamkeiten der Gartenkultur versammelt: von flussimitierenden Dekosteinen über ausgemusterte Schleich-Zoos bis hin zur glyphosatgesättigten Todeszone.

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Aus der Mitte des Sees

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

»Das Reizvolle an diesem Roman: Er plädiert für das Sich-Einlassen auf das Neue und auf das Alte. Und er gewährt einen Blick in eine unvertraute Welt.« Claudia Ingenhoven / MDR Kultur, Halle/Saale

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